Bier ist ein gesunder Genuss

Dass Bier nicht einfach nur ein Genussmittel ist, wird klar, wenn man sich mit den Inhaltsstoffen befasst: Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Mehr oder weniger natürliche Gärung führt dann zum begehrten Ergebnis. Das Reinheitsgebot sorgt dafür, dass weder künstliche Zusatzstoffe noch Antioxydantien enthalten sind. Man sagt daher scherzhaft »Eine Flasche Bier ersetzt eine Hauptmahlzeit«. Über 100 verschiedene Bierstile lassen sich so herstellen. Des Schweizers Liebling ist (und bleibt?) allerdings das helle Blonde (Lager hell).
frimousseNach der Aufhebung des Bierkartells, etwa 1992, kurz nach der eidgenössischen Jahrhundertfeier, veränderte sich die Bierlandschaft Schweiz nachhaltig. Ich erinnere mich gut, wie ich damals schon einem feinen Bier zum festlichen Mahl den Vorzug vor Wein gab. Man schaute mich ziemlich schräg an, ich war ein absoluter Exote. Aber ich liebte es. biergenuss
Dann schossen unabhängige, kleine Brauereien rasch wie Pilze aus dem Boden und Bier wurde nach und nach salonfähig. Heute ist »Bier-Food-Pairing« eine Aufgabe der Biersommeliers. Das heisst, diese versuchen, jeder Malzeit das ideale Bier (und dem Bier selbst das ebenso ideale Glas) zuzuordnen. Okee, okee, ICH mache das lieber selber. Prost!

Übrigens: Heute zählen wir landesweit rund 600 Bierbrauereien. Die Schweiz hat die höchste Brauereidichte…man bedenke!…die höchste Brauereidichte Europas. Nicht die Bayern, nein, die Schweizer!

Quelle: Coopzeitung, Nr. 4, 26. Januar 2016