Dicksein und Badestrand – das passt!

Die Menschen neigen auch hierzulande immer mehr zu massivem Übergewicht – keine Frage. Allerdings ist es auch so, dass immer mehr Menschen sich dick fühlen, auch wenn sie an sich eine völlig normale Figur haben. Dicksein ist Ansichtssache. Zur Beurteilung von fit und schlank tragen die Medien, besonders aber auch die Modewelt bei. Aber – hast du dich schon geachtet? – immer mehr kommen selbst Modedesigner von der Bulimie-Figur weg.

 

Wann ist jemand wirklich dick?

Dick bist du, wenn du einen sehr hohen Körperfettanteil hast. Früher war der BMI (Body Mass Index) DER Massstab, heute sind es Körperfettwaagen, die viel präziser definieren können, ob du schon dick, bloss mollig oder noch fit und schlank bist.

Wie lässt sich Dicksein definieren?

Als Dick kann jemand beschrieben werden, dessen Körperfettanteil relativ hoch angesiedelt ist. Für Männer gilt ein Körperfettanteil zwischen 12 und 20 Prozent als Richtwert. Bei Frauen werden  zwischen 20 und 30 Prozent empfohlen. Männer haben genetisch bedingt einen geringeren Fettanteil als Frauen. Deshalb fühlen sich viele körperbewusste Männer mit einem Körperfettanteil, der für Frauen völlig in Ordnung wäre, als dick.
Der Unterschied zwischen Wohlfühl- und Schwergewicht ist oftmals fliessend. Wenn dein Körper im Alltag objektiv betrachtet keine Belastung ist und sämtliche normalen Bewegungsabläufe ohne Einschränkungen ablaufen, kannst du davon ausgehen, dass du dich im Bereich des Normalgewichtes befindest und somit eher fit und schlank als dick und fett bist. Kommst du hingegen schnell ausser Atem, weil du allzu viel Gewicht herum schleppen musst, oder hindert dich deine Postur daran, dich normal zu bücken, dann solltest du schon einmal darüber nachdenken, ob du nun ein Schwergewicht geworden bist.

Wie bringst du’s zur Bikinifigur ohne Leiden?

Der Schlüssel ist bewusstes Essen und der Mehrverbrauch an Energie. Du musst dafür sorgen, dass deine Energiezufuhr kleiner ist als der Energieverbrauch. Für Standard-Mahlzeiten rechnet man im Verhältnis:
Kohlenhydrate – Fett – Eiweiss: 50 – 30 – 20.
Du kannst das aber kurzfristig umdrehen. Auch ein leichtes, eiweisshaltiges Abendessen ist hilfreich auf dem Weg zur Wunschfigur. Versuche besser nicht, wie viele andere Menschen deine gesamte Ernährung komplett zu ändern oder dir eine konkrete Diät vor zu nehmen. Hältst du deine Diät nicht genauestens ein, gelingt sie eher nicht und du fühlst dich am Ende als Versager. Aber Achtung! Verzicht ist gut, Hunger hingegen nicht.

Von hoher Bedeutung ist es, bewusst zu geniessen. Gönn dir ruhig einmal ein Stück Schokolade, aber nicht zwei! Und ein kleines Stück Kuchen mundet genau so toll wie ein grosses, wenn es bewusst und langsam gegessen wird. Mach lieber Obst und Gemüse zu deinen Freunden, die füllen den Magen gesund. Gemüsesticks mit Quark eignen sich übrigens als Zwischenmahlzeit viel besser als Süssigkeiten und Kuchen. Lass auch unbedingt die Finger von überzuckerten Limonaden und so genannten Energy Drinks. Die sind ein kurzfristiges Vergnügen mit sehr langer Auswirkung.

Bikinifigur? Wer definiert die? Wer sich in seinem Körper wohlfühlt, darf sich auch ohne Diäten in Badekleidung an den Strand begeben. Fakt ist ausserdem, dass sich die meisten Menschen viel dicker fühlen, als die Mitmenschen sie empfinden.

Gastbeitrag


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