Pharmakonzerne missachten Datenschutz beim E-Mail- und Newsletter-Marketing

Pharmakonzerne missachten DatenschutzEigentlich braucht es nicht besonders zu überraschen. Pharmakonzerne missachten Datenschutz. Eine Analyse von absolit.de (Dr. Torsten Schwarz) bringt es an den Tag. Insgesamt wurden für die Studie 166 Unternehmen der Gesundheitsbranche in Deutschland hinsichtlich der Qualität ihres E-Mail- und Newsletter-Marketings anhand von über 40 Einzelkriterien untersucht.

Besonders Pharmaunternehmen gehen in erschreckender Art und Weise mit den Daten ihrer Kunden um. Alarmierende 66 Prozent der Konzerne verlangen bei der Anmeldung zum Newsletter mehr Daten von ihren Kunden als erlaubt. Dieser Wert liegt ganze 23 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Branchen.
Die Willkommensmail sollte nach einer erfolgreichen Anmeldung mittlerweile fester Bestandteil jedes E-Mail-Marketing-Repertoires sein. Dennoch wird in 36 Prozent der Fälle auf diese Möglichkeit zur Kontaktaufnahme verzichtet. Die Unternehmen dagegen, welche eine Begrüssungsmail versenden, gehen sehr offenherzig mit der Kennzeichnungspflicht um. So haben 80 Prozent der Unternehmen kein vollständiges und damit rechtssicheres Impressum, 40 Prozent verzichten gar komplett darauf.

Bei der Mobiloptimierung besitzen Pharmaunternehmen ebenfalls noch grossen Nachholbedarf. Vor allem Smartphone-User werden alleine gelassen: Gerade einmal 62 Prozent der Newsletter, 73 Prozent der Landingpages und 33 Prozent der Pre-Header sind für mobile Endgeräte optimiert.

Die komplette Studie sowie einen kostenlosen Download der 44-seitigen Kurzversion gibt es unter pharmastudie.de.

Die Studie sagt etwas aus über die gleichgültige Haltung der Branche, die ansonsten Heerscharen von Leuten beschäftigt um Einträge in Wikipedia, Youtube, Google und anderen zu verfälschen oder zu löschen.
Zahlen aus der Schweiz fehlen leider.

 


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