Wasser

Wasser ist Leben
Ohne Wasser gibt es kein Leben. Bedenkt man, dass jegliches lebende „Objekt“ – vom Kaktus bis zum Homo Sapiens – zu beträchtlichem Teil aus Wasser besteht, versteht man, dass bei dessen Verdunsten alles zu Staub zerfällt. Ohne Wasser wäre alles Nichts. Darum kann der Mensch einige Tage ohne Nahrung auskommen, aber nur zwei oder drei Tage ohne Wasser.

So trinkt man Wasser
Ein erwachsener Mensch scheidet etwa 2,5 Liter Wasser pro Tag auf dem Weg der Ausscheidungen und natürlich (insbesondere nachts) auch über die Haut aus. Etwa 1,5 Liter sollten ihm daher flüssig, am besten in Form von stillem Wasser, der restliche Liter über die Nahrung wieder zugeführt werden. Als Faustregel gilt: 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Allerdings nicht in einem Schub, sondern glasweise verteilt über den Tag. Schliesslich kann der Darm nicht mehr als 600 bis 800 Milliliter Wasser pro Stunde aufnehmen, er wird also das Zuviel ungenutzt durchfliessen lassen.

Geht zu viel?
Es ist auch möglich, zu viel Wasser zu trinken, weil der Körper nur eine bestimmte Menge Flüssigkeit ausscheiden kann. Speichern geht leider nicht. Doch keine Sorge: Bis zu zehn Liter Wasser pro Tag kann der Organismus eines gesunden Menschen verkraften.

Es empfiehlt sich,

  • gleich nach dem Aufstehen zwei Gläser Wasser auf nüchternenen Magen zu trinken
  • vor jeder Malzeit ein Glas Wasser zu trinken, weil dieses der Verdauung hilft und zudem den Heisshunger stillt
  • vor dem Sport ein bis zwei Glas zu trinken, um Krämpfen und vorzeitigem Leistungsabbau vorzubeugen
  • bei körperlicher Anstrenung den Wasserkonsum zu erhöhen
  • in der Sommerhitze den Wasserkonstum zu erhöhen
  • bei Krankheiten wie Fieber, Erbrechen oder Durchfall den Wasserkonsum zu erhöhen
  • die jeweilige Situation bei Konsum von Medikamenten und oder bei Nieren-, Herz- oder Leber-Krankheiten, mit dem Arzt abzusprechen

Grundrecht auf Wasser

Eigentlich ist Wasser ein Grundrecht aller Menschen. Eigentlich. Doch kann man ohne grossen Aufwand herausfinden, dass Firmen wie Nestlé, dort Konzernchef Peter Brabeck, offenbar darauf überhaupt keine Rücksicht nehmen. Sie sind der Ansicht es gäbe kein Grundrecht der Menschen auf Wasser und sie kaufen skrupellos Rechte in Trockengebieten, ja sogar im Indianerreservat, um das wenige dort vorhandene Wasser in Flaschen zu packen und für einen sehr hohen Preis zu verkaufen.

Unterdessen werden einst blühende Paradiese nicht zuletzt infolge Wettermanipulation, wie gewisse Kreise meinen, zum Dürregebiet. Und zwar nicht „nur“ in Afrika. In Kalifornien wurde offenbar zwecks Wässerung von Ländereien soviel Grundwasser abgepumpt, dass sich das Reservoir nach Meinung eines Nasa-Klimaforschers womöglich nicht mehr auffüllen wird. Wasserknappheit, drastische Rationierungen für die Landwirte und die Gefahr verheerender Waldbrände sind die Folge, weiss zeit.de in einem Bericht vom März 2015.

wasserSelbst im Wasserland Schweiz führt das veränderte Klima zum Rückgang von Gletschern, entsprechend Flussläufen, und Grundwasservorräten. Noch gibt es hier genug gutes Wasser. Und zwar sind 40 Prozent Quellwasser, 40 Prozent Grundwasser und 20 Prozent werden aus Oberflächengewässern – meist Seen – entnommen.
Global gesehen ist das verfügbare Wasser aber sehr knapp. Hierzulande kann man sich derzeit noch kaum vorstellen, dass Klimawandel, Bevölkerungszuwachs, Ausbau der Landwirtschaft eine Wassernot hervorrufen.

Bitte sei dir dessen jederzeit bewusst und gehe entsprechend mit der Ressource Wasser um. Und vor allem, bitte kauf „Nestlé-Wasser“ und ähnliche wirklich nur in ganz kleinen Mengen und wirklich nur im äussersten Notfall. Du verhinderst damit die Wertschöpfung ihres Tuns und das ist gut so. Wasser war immer da und soll ein Menschenrecht bleiben.

Wenn du aber abgefülltes Mineralwasser unbedingt dem „Hahnenburger“ vorziehst, gibt es noch unabhängige Quellen, meist im Familienbesitz. Und das bleibt hoffentlich so.

Das beste Mineralwasser der Schweiz ist „Cristallo“, das Wasser der Mineralquelle Eptingen AG, einem bis heute unabhängigen Schweizer Familienbetrieb. Dies zeigt 2014 ein Test des Konsumentenmagazin K-Tipp.

cristalloCristallo ist ein reines Jura Quellwasser aus einer Tiefe von 514 Metern, das allein aufgrund des Eigendrucks an die Erdoberfläche gelangt, ohne Schadstoffe und mit einem überdurchschnittlich hohen Gehalt an Mineralien. Im Vergleich mit 19 anderen stillen Wassern lässt es auch bekannte Namen wie Evian (Danone), Henniez, Vittel (beide Nestlé) oder Valser (Coca-Cola) hinter sich.

Cristallo Mineralwasser hat eine ausgewogene Mineralisation und eignet sich für eine natriumarme Ernährung.
Cristallo ist bei Volg, Lidl und Denner zu bekommen.

Helvetas sagt zum Thema Wasser:

Für Helvetas ist das Menschenrecht auf Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung Grundlage des Handelns. Jeder Mensch ungeachtet von Herkunft, Geschlecht und Alter muss für Trinken, Kochen, Waschen und Körperhygiene mindestens 25 Liter sauberes Wasser pro Tag zur Verfügung haben, das aus nahen und sicheren Quellen stammt. Der Unterhalt von Wasserversorgungen wird aus einem angemessenen Mix von Steuergeldern und Abgaben der Nutzer finanziert. Für ärmste und marginalisierte Menschen muss die öffentliche Hand das Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Wasser über Subventionen gewährleisten.

Immerhin ist es ja so, dass die Vollversammlung der UNO den Zugang zu sauberem Wasser und sanitäre Grundversorgung am 28.Juli 2010 als Menschenrecht anerkannte und ihm damit politisches Gewicht verlieh.
Wie sich diese Firmen also die exklusiven Rechte überhaupt sichern können, ist uns schleierhaft. Es muss damit zusammen hängen, dass die UNO zwar die Rechte definiert, aber deren Ausführung nicht überprüft.

Viel Wissenswertes über Wasser
findest du im »Zentrum der Gesundheit« mit Stichwort „wasser“
oder auch im Positionspapier von Helvetas
»Wasser – keine Privatangelegenheit«
oder hier alles über unser Schweizer Trinkwasser »Hahneburger«

 


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